Persönliches
Vision by Spaziergang + Management bei Emotion = Steve Jobs
14/01/12 14:57
Auf mehr als 700 Seiten erklärt Walter Isaacson dem Leser Steve Jobs. Mehrmals hat ihn Jobs selbst darum gebeten, mehrmals hat er es abgelehnt. Doch als Jobs’ Frau ihn bat und er sah wie krank Jobs war, hat er ihn mehr als zwei Jahre begleitet, über 40 Interviews mit ihm geführt und weit mehr als 100 Menschen aus seinem Leben befragt. Herausgekommen ist ein Buch, das einen tiefen Einblick in den Alltag eines Mannes gewährt, der die Welt in den letzten drei Jahrzehnten wie kein zweiter verändert hat.
Warum ich das behaupte? Wäre es nach Microsoft und Konsorten gegangen, wären Computer noch immer eine grau Kiste mit Kommandozeile für Büroarbeiten und für Nerds, würden wir Musik noch immer auf tragbaren CD Spielern mit uns herumtragen und vor allen wären Mobiltelefone noch immer hauptsächlich zum telefonieren da. Nichts verändert derzeit die Welt radikaler als Gedanke des Digital Hubs, den Jobs vor ziemlich genau zehn Jahren begann Realität werden zu lassen.
Isaacson gibt uns also Einblick nicht nur in das „offizielle“ Leben von Steve Jobs, sondern er versucht die ganze Spannbreite des Charakters zu beschreiben und manchmal auch zu bewerten. Dabei ist er schonungslos offen und zeigt Seiten an einem Menschen, der zwar geniales vollbracht hat, aber für seine Umgebung meisten alles andere als einfach und pflegeleicht war. Jobs fehlte offensichtlich die Fähigkeit empathisch zu sein. Das kann der geneigte Leser durchaus als pathologisch ansehen und die Langzeitfreundin von Jobs Tina Redse hat es sogar so ausgesprochen.
Jobs hat vielen seiner Ideen auf langen Spaziergängen entwickelt, die er meist zusammen mit jemanden anderen unternommen hat. Vision by Spaziergang!
Steven Jobs wollte nur die besten Mitarbeiter haben und hat es geschafft viele der besten (was immer auch seine Kriterien waren?) im Team zu haben. Das hat ihn in die Lage versetzt, mit vergleichsweise kleine Gruppen unheimlich erfolgreich zu sein und dabei unglaublich viele wirklich gute Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
Jobs war ein „digitaler“ Typ der nur zwischen Geniestreich und Mist unterscheiden konnte. Selbst sein Hang zum Zen Buddhismus hat das nicht im geringsten ausgleichen können.
Jobs war ein getriebener, so getrieben und egozentrisch, dass er auch unendlich viele dumme Entscheidungen getroffen hat. Das macht ihn für mich letztlich sehr menschlich. Letztendlich könnte er heute vielleicht noch leben, wenn er selbst nicht so überheblich und stur im Umgang mit seiner Krankheit gewesen wäre. Aber er hat auch vielen dauernd erklärt, dass er früh sterben wird. Wenn das keine selbsterfüllende Prophezeiung ist.
Im Umgang mit seinen Mitarbeitern war er in meinen Augen unmöglich und ich glaube er hätte das meiste auch erreicht, wenn er ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen gezeigt hätte, was er aber offensichtlich nicht konnte.
Als Manager war er vor allem emotional und damit meist gar nicht auf dem guten Weg, sondern sehr oft auf vielen Umwegen. Aber er hat in vielen Phasen seines Lebens letztendlich Glück gehabt. Und er hat oft den richtigen Riecher beweisen. Oft deshalb, weil er viel von Technik aber auch viel von Gestaltung verstanden hat und beides gut bewerten und miteinander in Beziehung setzen konnte.
Was ich aber am meisten sehe, war sein Hang zum perfekten Produkt. Er hat ein Produkt immer als ein ganzes gesehen und nie als Summe seiner Einzelteile. Darüber hinaus hat er es verstanden, Produkte miteinander auf manchmal erschreckend simple Weise zu verbinden. Das iPhone und der iTunes Store ist nur eines der vielen Beispiele die es dafür gibt.
Es kommt letztlich auf das Produkt und seine Convenience für den Benutzer an. Alles andere ist zweitrangig.
Vision bedeutet vor allem auch darüber nachzudenken, wie unmögliches möglich wird.
Erst ein wirklich gutes und ausgereiftes Produkt mach einen langanhaltenden Erfolg möglich. Das ist das Ziel.
Ein Produkt wird nicht durch seine technischen Eigenschaften sondern durch seinen emotionalen Nutzen für den User bestimmt.
Marktforschung ist ein Absicherungswerkzeug einer unkreativen Marketingabteilung gegenüber dem Vorstand.
Manchmal hat die Schulmedizin doch die erfolgversprechenden Mittel.
Auch Genies sind nur Menschen und sollten sich von Zeit zu Zeit mal waschen. Jobs hat das vor allem in seinen Jungen Jahren ja wenig beachtet.
Erfolg ist manchmal machbar, aber sicherlich nicht planbar.
Gute Teams haben immer einen Teamleader der die Mitglieder immer wieder aufs neue begeistern kann und immer eine gute Vision parat hat.
@TNasswetter folgen
Warum ich das behaupte? Wäre es nach Microsoft und Konsorten gegangen, wären Computer noch immer eine grau Kiste mit Kommandozeile für Büroarbeiten und für Nerds, würden wir Musik noch immer auf tragbaren CD Spielern mit uns herumtragen und vor allen wären Mobiltelefone noch immer hauptsächlich zum telefonieren da. Nichts verändert derzeit die Welt radikaler als Gedanke des Digital Hubs, den Jobs vor ziemlich genau zehn Jahren begann Realität werden zu lassen.
Isaacson gibt uns also Einblick nicht nur in das „offizielle“ Leben von Steve Jobs, sondern er versucht die ganze Spannbreite des Charakters zu beschreiben und manchmal auch zu bewerten. Dabei ist er schonungslos offen und zeigt Seiten an einem Menschen, der zwar geniales vollbracht hat, aber für seine Umgebung meisten alles andere als einfach und pflegeleicht war. Jobs fehlte offensichtlich die Fähigkeit empathisch zu sein. Das kann der geneigte Leser durchaus als pathologisch ansehen und die Langzeitfreundin von Jobs Tina Redse hat es sogar so ausgesprochen.
Wer war Steve Jobs?
Jobs hat vielen seiner Ideen auf langen Spaziergängen entwickelt, die er meist zusammen mit jemanden anderen unternommen hat. Vision by Spaziergang!
Steven Jobs wollte nur die besten Mitarbeiter haben und hat es geschafft viele der besten (was immer auch seine Kriterien waren?) im Team zu haben. Das hat ihn in die Lage versetzt, mit vergleichsweise kleine Gruppen unheimlich erfolgreich zu sein und dabei unglaublich viele wirklich gute Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
Jobs war ein „digitaler“ Typ der nur zwischen Geniestreich und Mist unterscheiden konnte. Selbst sein Hang zum Zen Buddhismus hat das nicht im geringsten ausgleichen können.
Jobs war ein getriebener, so getrieben und egozentrisch, dass er auch unendlich viele dumme Entscheidungen getroffen hat. Das macht ihn für mich letztlich sehr menschlich. Letztendlich könnte er heute vielleicht noch leben, wenn er selbst nicht so überheblich und stur im Umgang mit seiner Krankheit gewesen wäre. Aber er hat auch vielen dauernd erklärt, dass er früh sterben wird. Wenn das keine selbsterfüllende Prophezeiung ist.
Im Umgang mit seinen Mitarbeitern war er in meinen Augen unmöglich und ich glaube er hätte das meiste auch erreicht, wenn er ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen gezeigt hätte, was er aber offensichtlich nicht konnte.
Als Manager war er vor allem emotional und damit meist gar nicht auf dem guten Weg, sondern sehr oft auf vielen Umwegen. Aber er hat in vielen Phasen seines Lebens letztendlich Glück gehabt. Und er hat oft den richtigen Riecher beweisen. Oft deshalb, weil er viel von Technik aber auch viel von Gestaltung verstanden hat und beides gut bewerten und miteinander in Beziehung setzen konnte.
Was ich aber am meisten sehe, war sein Hang zum perfekten Produkt. Er hat ein Produkt immer als ein ganzes gesehen und nie als Summe seiner Einzelteile. Darüber hinaus hat er es verstanden, Produkte miteinander auf manchmal erschreckend simple Weise zu verbinden. Das iPhone und der iTunes Store ist nur eines der vielen Beispiele die es dafür gibt.
Was ich persönlich aus dem Buch gelernt habe
Es kommt letztlich auf das Produkt und seine Convenience für den Benutzer an. Alles andere ist zweitrangig.
Vision bedeutet vor allem auch darüber nachzudenken, wie unmögliches möglich wird.
Erst ein wirklich gutes und ausgereiftes Produkt mach einen langanhaltenden Erfolg möglich. Das ist das Ziel.
Ein Produkt wird nicht durch seine technischen Eigenschaften sondern durch seinen emotionalen Nutzen für den User bestimmt.
Marktforschung ist ein Absicherungswerkzeug einer unkreativen Marketingabteilung gegenüber dem Vorstand.
Manchmal hat die Schulmedizin doch die erfolgversprechenden Mittel.
Auch Genies sind nur Menschen und sollten sich von Zeit zu Zeit mal waschen. Jobs hat das vor allem in seinen Jungen Jahren ja wenig beachtet.
Erfolg ist manchmal machbar, aber sicherlich nicht planbar.
Gute Teams haben immer einen Teamleader der die Mitglieder immer wieder aufs neue begeistern kann und immer eine gute Vision parat hat.
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Nach uns die Sintflut
07/12/11 22:15
Keine Trendwende in Sicht - so steht es auf wissenschaft.de. Die Menschheit tritt wieder einmal den Beweis an, das sie aus der Geschichte nichts lernt, keinen moralischen Anspruch hat und auch sonst beste Beratungs- und Lernresistenzen besitzt. Die Klimaerwärmung wird immer greifbarer und uns als kleine und große energievergeudende Kreaturen, uns scheint das alles ganz egal zu sein.
Ich kann mich davon leider auch nicht ganz ausnehmen, vor allem seit ich meine Aufgabe als Berater in Dettenhausen wahrnehme und nun mit dem Flieger wöchentlich pendle. Die Gewissensberuhigung besteht vielleicht darin, dass ich versuche die Welt im Guten zu verändern und zur thermischen Solarenergie hinzuführen. Ich muss aber zugeben, es ist sehr angenehm für eine Unternehmen zu arbeiten, dass nicht nur eines der besten thermischen Solarsysteme der Welt entwickelt und herstellt, sondern auch noch eine sehr ökologische und nachhaltige Unternehmensphilosophie lebt.
Aber zurück zum Ausstoß vom Treibhausgasen. Damit hängt natürlich der Verbrauch von Energie eng zusammen. Und hier sind wir alle scheinbar nicht in der Lage jeder für sich Alternativen im täglichen Umgang damit zu entwickeln. Die einzige Hoffnung die ich habe sind junge Menschen in urbanen Agglomerationen, die freiwillig kein Auto mehr besitzen oder gar keinen Führerschein mehr machen. Die Autokonzerne werden nun in deutschen Städten dazu gezwungen, Carsharing Modelle zu entwickeln. Das nenne ich eine Hoffnungsschimmer. Nicht für die Autoindustrie, sondern für die Welt.
Aber vielleicht wird ja alles anders, denn wenn die Energiepreise weiter so stiegen, dann wird es sich mit dem hohen Verbrauch nicht mehr so spielen. Klar trifft es weniger wohlhabende Menschen schneller und früher, aber das wissen wir ja und es ist den Regierenden dieser Welt ziemlich egal. Solidarität hat immer schon bedeutet, dass der politische Klüngel, seine Komplizen und das dazu zugehörige Klientel davon ausgenommen sind.
Jetzt zum Schluss noch eine schöne und Hoffnung spendende Grafik: die Entwicklung des Heizölpreises in Deutschland seit 2008. Viele Dank an die Firma Tecson aus Felde, für den jahrelangen unglaublich guten Service. Wir von der Solarbranche lieben euch dafür!

@TNasswetter folgen
Ich kann mich davon leider auch nicht ganz ausnehmen, vor allem seit ich meine Aufgabe als Berater in Dettenhausen wahrnehme und nun mit dem Flieger wöchentlich pendle. Die Gewissensberuhigung besteht vielleicht darin, dass ich versuche die Welt im Guten zu verändern und zur thermischen Solarenergie hinzuführen. Ich muss aber zugeben, es ist sehr angenehm für eine Unternehmen zu arbeiten, dass nicht nur eines der besten thermischen Solarsysteme der Welt entwickelt und herstellt, sondern auch noch eine sehr ökologische und nachhaltige Unternehmensphilosophie lebt.
Aber zurück zum Ausstoß vom Treibhausgasen. Damit hängt natürlich der Verbrauch von Energie eng zusammen. Und hier sind wir alle scheinbar nicht in der Lage jeder für sich Alternativen im täglichen Umgang damit zu entwickeln. Die einzige Hoffnung die ich habe sind junge Menschen in urbanen Agglomerationen, die freiwillig kein Auto mehr besitzen oder gar keinen Führerschein mehr machen. Die Autokonzerne werden nun in deutschen Städten dazu gezwungen, Carsharing Modelle zu entwickeln. Das nenne ich eine Hoffnungsschimmer. Nicht für die Autoindustrie, sondern für die Welt.
Aber vielleicht wird ja alles anders, denn wenn die Energiepreise weiter so stiegen, dann wird es sich mit dem hohen Verbrauch nicht mehr so spielen. Klar trifft es weniger wohlhabende Menschen schneller und früher, aber das wissen wir ja und es ist den Regierenden dieser Welt ziemlich egal. Solidarität hat immer schon bedeutet, dass der politische Klüngel, seine Komplizen und das dazu zugehörige Klientel davon ausgenommen sind.
Jetzt zum Schluss noch eine schöne und Hoffnung spendende Grafik: die Entwicklung des Heizölpreises in Deutschland seit 2008. Viele Dank an die Firma Tecson aus Felde, für den jahrelangen unglaublich guten Service. Wir von der Solarbranche lieben euch dafür!

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